Regeln

Manchmal frage ich mich, ob das ganze Leben eigentlich aus Regeln besteht…

Es gibt die Regel ans Telefon zu gehen, wenn es klingelt.
Aber was ist, wenn ich nicht will?

Es gibt die Regel die Tür hinter sich abzuschließen.
(„Damit keine Junkies ins Haus kommen!“)

Sonntags gucken wir Tatort.
Oder wir gucken es Montag dann nach, in der Mediathek.

Am Anfang der Woche trifft man sich nicht. Am Ende schon.

Man ruft besser nicht zuerst an.

Ohne Zähneputzen geht es nicht ins Bett.
(Und das obwohl man jetzt 30 ist und es einem doch auch einfach mal kackegal sein könnte).

Wenn das Flugzeug abhebt halte ich kurz die Luft an.

An Heiligabend besuche ich das Grab von meinem Vater. (Es ist schön da).

Morgens bin ich müde. (Nur am Wochenende geht es).

Man überlegt lieber zweimal, statt das zu sagen, was man gerne sagen würde. (Meistens).

Lieber nichts sagen, als verletzt werden.

Sich zurückziehen. (Dann kann einem keiner weh tun.)
(Aber das tut auch weh. Nur anders.)

Wenn Michael Jackson läuft muss ich immer noch mitwippen.
(Das wird wohl immer so bleiben).

Wenn man Tierbabys sieht, lächelt man. (Gilt eigentlich immer).

Wenn ich dich sehe oder an dich denke, lächle ich. (Gilt eigentlich fast immer).

Nahsein ist schön. (Finde ich).

Der Geruch von Mangos erinnert an den Sommer. (Der von Erdbeeren auch).

Große Erdbeeren aus Holland kauft man nicht. (Schon gar nicht im März).

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Man geht nicht hinter die Absperrung. (Auch wenn es da schöner ist).*

*Doch, geh mal dahinter!
(Die Absperrung meine ich. Trau dich einfach. Es ist okay denke ich!)

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