Kann ich eigentlich nicht mehr alleine sein?

Ich habe mich verändert. Und irgendwas hat sich verändert. Klar, alles wird schneller. Wir kommunizieren auf 28 1/2 Kanälen. Am besten auch noch parallel und gleichzeitig. Aber das meine ich gar nicht unbedingt. Sekunden, Minuten, Stunden, Wochen, Monate und irgendwie auch Jahre ziehen immer schneller an mir vorbei. Wenn ich zurückdenke, ich mein, wie lange die Zeit des Adventskalenders mal war, gefühlte Jahrzehnte. Allein vom ersten Dezember bis Nikolaus vergingen Monate. Und heute geht der Sommer quasi direkt über zu Silvester.  Habe in den letzten beiden Jahren irgendwie nie richtig Urlaub gemacht und bin nicht wirklich mal ein paar Tage am Stück zur Ruhe gekommen. Aber ich will mich nicht über fehlende Zeit beschweren, denn im Moment hab ich einen der coolsten Jobs, den ich mir vorstellen kann. Aber manchmal beschleicht mich der Gedanke, ich könnte mich einfach auflösen. Einfach weg, verschwinden im Strudel aus Tweets, Gesprächsfetzen, Telefonaten, SMS, E-Mails, Status-Updates, Kommentaren, Likes, Flattrs, Beobachtungen, Fotos, Augenblicken, Sehnsüchten…

Und dann schalte ich mein Macbook an, wenn ich nach Hause komme. Noch bevor ich meine Schuhe ausgezogen habe oder meine Tasche in die Ecke gepfeffert habe. Denn was die Kontrolle über meine technischen Geräte betrifft, da bin ich effizient geworden. Verdammt effizient. Zahllose Tabs existieren nebeneinander, unterstützt von noch zahlloseren Fenstern. Ich brauche mehr Speicherplatz um noch mehr gleichzeitig erledigen zu können. Und noch schneller. Und vor allem effizienter.

Und dann frage ich mich ganz kurz, ob das so eigentlich der richtige Weg ist und ich heute Abend vielleicht den Rechner auslassen sollte… – und dann checke ich nur nochmal ganz kurz meine E-Mails, skippe mich durch ein paar Twitter-Profile, eben die neuesten Updates bei Facebook überfliegen, hat jemand was spannendes bei Mister Wong gespeichert, was sagt der Feedreader und hat Last.fm neue Musikempfehlungen für mich? Huch halb eins, jetzt aber schnell Zähne putzen. Geht übrigens auch super vorm Rechner. Und wie gut ich im „Schlafzeug-anziehen-während-man-tippt“ geworden bin. Noch ein letztes Mal überspringe ich die geöffneten Tabs, bis ich das Macbook wirklich runterfahre. (Habe ja schließlich noch mein iPhone, bin also nicht völlig von euch abgeschnitten). Wollte ich heute Abend nicht eigentlich den Rechner auslassen? Naja, schalte stattdessen über Nacht den Flugmodus des iPhones ein und fühle mich für einen ganz kurzen Moment überlegen.

Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten haben mein Leben unglaublich bereichert, ich habe das Gefühl, ich kann im Kleinen Teil von einem wirklich großen Puzzle sein. Ich lebe in zwei Welten. Online. Und Offline. Aber die Grenzen verschwinden zunehmend.

Menschen aus dem Real Life kommen hinzu, Bekanntschaften von Twitter finden ihren Weg ins echte Leben (wobei ich glaub ich fast keinen einzigen Fall nennen kann, in dem diese Begegnungen mit Personen, die ich z.B. zuvor ’nur‘ über Twitter kannte, nicht wunderbar entspannend und bereichernd waren. Trotzdem habe ich Schwierigkeiten mich zu fokussieren. Kann man sich auf soviele unterschiedliche Mikrokosmen einlassen? Bleibt dann nicht immer irgendwas zurück? Und obwohl da so viel ist. So viel Schönes. Fühle ich mich noch immer nicht komplett. Wobei ich auch wirklich nicht weiß, ob man sich je komplett fühlen kann.

Heute Nacht habe ich geträumt ich würde ohnmächtig werden, immer wieder und wieder bin ich in Zeitlupe zu Boden gefallen, aber das Fallen war sanft und fast angenehm. Informationen prallten an meinem Kopf ab, Kommunikationsstränge flossen entspannt an mir vorbei. Endlich Ruhe.

Warum aber kann ich nicht aufhören zu denken, zu kommunizieren, zu ersehnen? Mein Kopf sagt mir, dass er sich Ruhe wünscht. Mein Körper auch. Aber je mehr ich mich nach Ruhe sehne, desto mehr mache ich. Als hätte ich Angst vor diesen fünf Minuten in denen man nichts tut, außer entspannt in die Sonne zu blinzeln. Ich fühle wie Charlie Chaplin in diesem Muster aus Zahnrädern gefangen, funktionieren, machen, einspringen… Aber irgendwie will ich das auch. Kann ich nicht mehr alleine sein? Bin ich süchtig nach Austausch? Und wovor habe ich eigentlich Angst?

Nachts aufwachen und nicht wieder einschlafen können. Doch, können schon, aber nicht wollen. Fremde Informationsströme auf dem iPhone beobachten, wie sie durch die Nacht wabern. Dabei ist mein eigener Kopf doch randvoll mit Träumen gefüllt.

Wovor renne ich weg, kann ich eigentlich wirklich nicht mehr alleine sein?

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24 Gedanken zu “Kann ich eigentlich nicht mehr alleine sein?

  1. OxKing schreibt:

    Kommt mir sehr bekannt vor.
    Nur nochmal kurz für 5 min. an den Rechner und was gucken.
    Und schwupps, wieder 1-2 Stunden dahin.

    Tipp:
    Wenn es doch mal Urlaub gibt, vielleicht mal für ein paar Tage weg, ohne MacBook und iPhone.
    So ganz Offline und so. Halt völlig oldschool.

    • nordfischbaby schreibt:

      Sehr guter Plan, und wenn alles gutgeht, wird der ab Ende nächster Woche auch genauso (oder zumindest FAST so) umgesetzt. Dann wird auf echten Wellen gesurft 🙂 Mal gucken, wie gut dieses oldschool und ich noch miteinander können…

  2. björn schreibt:

    interessant, ich bin nicht der einzige mit solchen gedanken 😉

    ich kann in aller offenheit sagen, daß es bei mir in der tat die frage des alleinseins ist die mich umtreibt. ich hasse diesen zustand, online verschafft substitution, wobei das substitut natürlich auch nur illusionärer natur ist. wie auch immer: ich hab in den letzten monaten gelernt wie entspannt das leben sein kann, wenn man sich mal für ein paar tage ausklingt. das geht in unserem job natürlich nur im urlaub. aber es tut gut. marokko war in der hinsicht perfekt, ausser hotels bei hrs zu buchen habe ich im januar 10 tage lang twitter & facebook ignoriert und es war großartig.

    andererseits ermöglicht all das ein kommunikationslevel der vorher nie da war, der es ermöglicht viele wunderbare momente im „real-leben“ zu teilen, was früher so nicht oder nur komplizierter möglich war. heute verfolge ich den usa-trip von ein paar buddies bei facebook, sehe meinen demnächst übersiedelnden kater die ersten wochen bei einer freundin aufwachsen, kriege zufällig wunderbare mixe durch alte feierkumpanen geliefert und darf mich dazu noch mit irgendwelchen nordfischen über die frage „kann ich eigentlich noch allein sein?“ austauschen 😉

    im alltäglichen ist die einsamkeit eben ungleich größer und somit steigt eben auch das bedürfnis nach austausch und nähe. ist das schlimm? nur solange es einen daran hindert, nähe & austausch im „realen leben“ zu finden. mein wort zum montag 😉

    • nordfischbaby schreibt:

      Das mit dem Urlaub wird hier endlich auch demnächst mal getestet. Wobei ich auch zugeben muss, dass es tatsächlich der erste Urlaub ist, vor dem ich mir wirklich Sorgen/Gedanken gemacht habe oder auch noch mache, wie das mit dem offline so wird. Und wie teuer online eigentlich genau sein wird. Ich bin gespannt, ob alles ganz easy wird oder ich mich heimlich ins Internetecafé davon schleiche? Und ja, du hast absolut Recht, wenn du davon schreibst, welche Bereicherung die neuen Social Media Kanäle sein können. Das sehe ich im Übrigen ziemlich ähnlich wie du, und auch, dass keine der Lebenswelten On- und Offline zu kurz kommen sollte.

  3. Timm schreibt:

    Manchmal fast paranoides checken von Kanälen, das kenne ich natürlich auch. Und am Ende fragt man sich 1. was man eigentlich gemacht hat und 2., ob denn die Uhr schon wieder 2 Stunden vorgesprungen ist.
    Das kann gut sein, wenn ich zB im Feedreader versinke, habe ich danach nicht unbedingt das Gefühl, dass es verschwendete Zeit war.
    Wenn das allerdings eher auf der Schiene YouTube und eigentlich gerade nicht relevanten Technikproblemchen liegt (die ich nichtmal lösen konnte), dann siehts natürlich anders aus.

    Viel zu lang schon wieder, aber ich denke es kommt rüber. Der eine Faktor, das dauernd gucken und „sich verlieren“.
    Auf der anderen Seite finde ich das noch attraktiver als notgedrungen das geringste Übel im Fernsehen zu wählen, denn im Internet macht man dabei jawohl intuitiv das, wonach einem gerade ist. Beim Fernsehen in dem Brei, den einem eine Handvoll Menschen vorauswählen (das nur als Seitenhieb auf alte Medien).

    Ich denke du kannst, und wir können alle alleine sein. Die Frage ist, ob wir das auch wollen. Und die Antwort ist (eventuell): ein bisschen.
    Ist es wie mit der Musik? Es gab eine Zeit, da habe ich 24/7 Musik gehört. Bei jeder Gelegenheit und überhaupt immer, ohne sie aber eigentlich zu würdigen. Ist man die ganze Zeit auf der Suche nach der Musik, die gerade zur Stimmung passt, so beißt sich der Hund in den Schwanz. Das ist nicht der Sinn. In der Sonne liegen und der Natur zuhören ist premium. Manchmal kann es sicher mit der richtigen Musik ein bisschen anders genau so gut sein, aber auch nicht immer.

    Ganz ursächlich für die Angst bzw. die Frage „Kann ich nicht mehr alleine sein“ ist imo die Angst, etwas zu verpassen. Der gleiche Grund, aus dem man um nachts um 3 noch ein Bier kauft, obwohl man längst weiß, dass alles gelaufen ist (remember: nothing good happens after 2am!). Ein bisschen Gewohnheit, ein bisschen Hoffnung, und ein bisschen mehr Trägheit. Die Faulheit, sich nicht ehrlich zu fragen: „Was ist genau jetzt das beste für dich?“

    Und hier liegt der Hund begraben: Die Technik eröffnet uns viele Möglichkeiten, und dafür lässt man ihr gerne (und sollte das auch) einiges durchgehen. Doch nur der aufgeklärte, vernünftige Gebrauch ist durch die Vernunft zu rechtfertigen. Dazu gehört mitunter auch „rumspielen“, denn der Spieltrieb ist der absolut schönste Teil am Lernen und so neue Möglichkeiten erschließen.
    Alles darüber hinaus ist Zerstreuung (die bei bewusstem Einsatz natürlich auch ihre Berechtigung hat – ab und zu).

    Was du bei den fremden Informationsströmen beschreibst, nehme ich genau so wahr. „Bin ziemlich gut darin geworden, fremde Unterhaltungen rückwärts zu lesen“ habe ich letztens auf Twitter gelesen, und musste lachen. Stimmt ja. Was macht man da eigentlich? Ist das Voyeurismus? Oder ist es der Gedankenbrei (Neben der direkten Kommunikation über Twitter) einer Generation von Usern, der (Brei) durch eben diese Gemeinsamkeit eine ganz eigene Qualität hat?

    Und wenn ja, dann gilt das gleiche wie oben: Wir selber bestimmen den Gebrauch, und nicht umgekehrt – so als Zielvorstellung.

    • nordfischbaby schreibt:

      Wow – dieser Kommentar sollte ja wohl eigentlich ein eigenständiger Blogbeitrag sein?! Total super, und nimmt meinem (phasenweise) melancholischem Text einiges von seiner Schwere. Denn ich bin ja auch nicht umsonst online, und die positiven Seiten/Chancen/Möglichkeiten hast du mit deinem Kommentar nochmal wunderbar reflektiert aufgezeigt. Und ein bisschen an dem ‚wie‘ und ‚wofür‘ und ‚wann‘ zu schrauben, schadet mir glaub ich überhaupt nicht. Danke dafür!!

  4. cleev schreibt:

    Ist es nicht viel wichtiger zu reflektieren, wofür die Zeit drauf gegangen ist?

    Ich kann das, was du beschreibst, zu 100% nachvollziehen und ebenso von mir behaupten. Allerdings empfinde ich das Verlieren und das zeitlose Herumklicken als Bereicherung und als Verbesserung. Viel lieber lasse ich mich von Webinhalten fesseln und mich durch nicht enden wollende Verlinkungen an ein Thema ketten, als dass ich mir z.B. Sachen im TV ansehe. Oder ich lasse mich von der Vielfalt der Meinungen, Ansichten oder Arbeiten von anderen Menschen inspirieren. Ich liebe es den Feed-Reader durchzublättern oder einfach nur auf Flickr rumzuklicken. Wenn ich rückblickend die Veränderung feststellen sollte, müsste ich sagen, dass ich z.B. viel mehr lese.

    Eine Auszeit davon ist mir zuletzt bei einem Spontantrip auch nicht schwer gefallen, wenn gleich ich den Unterschied auch bemerkt habe und im ersten Moment als Vergangenheitsgefühl beschreiben würde. Ich habe nichts vermisst, aber kann auch nicht sagen, dass mir zu irgendeiner Zeit langweilig war. Vielleicht liegt die Erklärung ja in der Art und Weise der Veränderung. Wenn wir (also wir Menschen) etwas abstellen, vielleicht brauchen wir dann einen Ersatz. Wenn wir also abends das Internet mal ausgeschaltet lassen wollen, vielleicht brauchen wir dann eine Ersatzbeschäftigung, keinen Plan, aber ein Vorhaben. Und – das glaube ich ist auch wichtig – müssen wir lernen damit umzugehen, auch mal was zu verpassen. Etwas nicht mitzubekommen oder es als unwichtig einzustufen, damit das „Losreißen“ einfacher wird.

    Das „Problem“ iPhone im Bett könnte Apple vielleicht lösen, indem jedes Programm bei Schieflage ins Querformat schaltet. Allabendlich ein Grund für mich den Bildschirm dunkel zu machen.

  5. stadtkindFFM schreibt:

    Vor wenigen Tagen las ich erst im Spiegel ein artverwandtes Thema, nämlich ‚Ich bin dann mal off- Über die Kunst des Müßiggangs im digitalen Zeitalter‘. 11 belanglose, sich in Zitate verlierende, ‚Leben im Standby-Modus‘-Seiten. Hier ist´s genau umgekehrt. Sehr schöner Text!! Gut zu wissen, daß auch andere ‚jetzt aber mal den Rechner ausmachen‘ um 2min. später per iPhone wieder online sind oder als erste Tat den Power On-Knopf des Rechners betätigen, wenn man nach Hause kommt und das Zeitempfinden im Vergleich zu früher…und… hach…

    Meine Zeit, die ich online verbringe, zähle ich jedoch zum alleine sein- denn nur die Zeit mit einem ‚echten‘ Kontakt, sprich jmd. in die Augen schauen, dessen Stimme hören, vielleicht einen Duft der Person aufnehmen, sich berühren – das ist für mich, nicht allein sein. Die Online-Welt ist ziemlich spannend, aber das wirklich Besondere findet jenseits unserer Rechner statt und es lohnt immer mal zu hinterfragen, ob man bei all diesen Plattformen nur ‚mit dabei‘ (leave it)oder ‚mittendrin‘ (love it) ist. Wohl dem, der hier eine gute Balance für sich findet.

    • Greta schreibt:

      Den Spiegel-Artikel habe ich auch gelesen – und er hat mich ziemlich aufgewühlt.
      Überhaupt mal zu überlegen, wann ich das letzte Mal „Müßiggang“ betrieben habe – und überhaupt.
      Die ganze Kommunikationstechnik zieht einen so in ihren Bann, dass ich manchmal gar nicht zum Müßiggang in der Lage bin und mich nur getrieben fühle.

  6. devata schreibt:

    schon komisch. was ich – neben so vielem anderen – an meinem nordfischbaby liebe, ist, dass wir nebeneinander im stillen gang all-ein sein können.
    in den letzten monaten stellen sich diese ruhigen zeiten immer wieder ein, während wir im zug und vor dem festival-zelt sitzen oder auf einer party tanzen. dann richtet sich der blick meines nordfischbabys zum i-phone und in die digitale welt, während ich meinen blick in die weite welt oder die tiefe meiner gedanken schweifen lasse. stille sekunden, dich ich genieße. sie sind für mich ein kurzer ausflug aus dem trubel der welt. sekunden, in denen ich mich manchmal aber auch ein wenig sorge und denke: verlier dich nicht, mein liebes nordfischbaby.

    sicher gewinnst du auch vieles in dieser welt, durch die auch ich hin und wieder meine streifzüge wage. und ja, sie sollte in einem gesunden gleichgewicht zur welt des vielleicht nicht weniger echten lebens, aber doch der echten berührung stehen. denn wie verhält sich ein digital-connected gegenüber eines echten kontakts? was kann reicher sein, als zwei blicke, die sich treffen, berührungen die die nervenzellen meiner haut kitzeln, das körperliche glücksgefühl, wenn ich auf einer echten welle durchs wasser surfe…?

    vielleicht gelingt es dir ja, für zwei wochen in frankreich der digitalen welt ihren lauf zu lassen. verlieren wirst du nichts. die dynamik ist in die zwischenräume der zeit eingedrungen, so dass man jeder zeit anschluss findet.
    aber du kannst dem verschwimmen im echten wasser entrinnen, deine konturen schärfen und vielleicht auch etwas ganz besonderes gewinnen: dich selbst.

    alles liebe, deva

  7. Blumenbrigadière schreibt:

    Der Hinweis von @oxking ist ziemlich gut. Ansonsten ist hier sicherlich das Urteil der RL-Freundin Deva von kapitaler Relevanz. Wie fühlen sich Freunde neben Freunden die nur auf Displays starren? Ist es respektlos? Wie fühlen sich die Freunde die auf Displays starren neben Freunden, die das nicht tun?
    Ich weiß es nicht.
    Jedenfalls haben die beiden den Chor nicht mitgesungen. Das finde ich richtig gut. Ansonsten kennst Du meine Meinung. Damit brauche ich nicht Hausieren gehen 😉

  8. /the weekender! schreibt:

    gute texte.
    auch ich weiss die vorteile der modernen technik sehr zu schätzen. ich kann mich aber auch noch an eine zeit erinnern, als es weder computer noch handys gab. da hat auch alles funktioniert. einiges besser, einiges schlechter.
    wer es nicht schafft, eine weile ohne iphone und macbook auszukommen, der hat definitiv ein suchtproblem. es gibt bereits länder, in denen z.b. „internetsucht“ als krankheit anerkannt ist.
    soviel von mir dazu.

  9. Greta schreibt:

    Dein Artikel hat mich sehr berührt – habe gerade heute morgen mit dem StadtkindFFM darüber phisolophiert, dass ich „ohne Netz“ irgendwie nicht sein kann – und es doch manchmal gerne wäre.
    Da ich von zu Hause aus arbeite, ist mein erster Gang morgens auf dem Weg zur Kaffeemaschine das Anstellen von iPhone & Rechner – und dann erst gönn‘ ich mir die erste Tasse Kaffee.

    Ich war irgendwann schonmal so weit, dass ich nachts vor lauter Twitter, Facebook, reader, etc nicht mehr schlafen konnte.

    Gott sei Dank teile ich meine Wohnung mit jemand sehr lieben und der hat mir dann „abschalten“ verordnet – und zwar nicht nur ich selbst, sondern auch abschalten von iPhone & co vor der Schlafzimmertür. Das hat immens geholfen 🙂

    Und dennoch bleibt es wie eine Sucht, morgens in die weite Welt zu tauchen.

    Liebe Grüße
    Greta

  10. Marcel schreibt:

    Im Urlaub am Strand hat man eine Scharr aus Blackberrys und iPhone-Geräten gesehen. Abschalten ist in der schnellen Zeit wohl nicht mehr möglich.

    Mir geht es aber auch ähnlich… man findet immer schnell Gründe für sein Gewissen, mal kurz Twitter, Skype und Facebook zu checken.

    Ich träume auch von einem Urlaub ohne E-Mail und iPhone. 😉

  11. Bernd schreibt:

    Wir wurden von den Medien zur Generation Upload /Download erzogen.

    (Ich gebe anderen die Schuld, macht das Leben leichter, hab nämlich keine Zeit, muss Facebook „checken“)

  12. xbNz schreibt:

    Wow. Ein Klasse Beitrag, vor kurzem habe ich auch einen Blogeintrag: „Wie die Zeit vergeht.“ geschrieben, aber ich muss sagen du hast es um so einiges Detaillierter aufgeschrieben. Und auch mir sprichst du vollkommen aus der Seele. Mittlerweile ist für mich, wie es in anderen Kommentaren schon erwähnt wurde, der Fernseher zur absoluten Nebensache geworden. Twitter & co. Sind da viel Unterhaltsamer, dort ist man dann Interaktiv dabei und kann alles selbst entscheiden. Passend zu deinem Blogeintrag fällt mir ein Tweet ein, den ich kürzlich gelesen hab:

    „Was hast du heut so gemacht?“ „Nichts.“ „Das hast du doch gestern schon gemacht.“ „Joa, bin halt nicht fertig geworden.“

    Teilweise denke ich mir das auch. Eigentlich macht man nichts, aber anders gesehen macht man doch so viel. Ob man das jetzt auf das alleine sein Beziehen kann, ist fraglich. Aber ich bin auch lieber auf Twitter, als alleine im Wohnzimmer zu hocken.

    Ich hoffe du hattest einen tollen Urlaub und hast es auch durchgezogen, mit dem Offline sein. Für mich geht es in ein paar Tagen los, ich bin gespannt wie das wird.

    gruß!

  13. sabrina schreibt:

    Super, jedes Wort passt wie Arsch auf Eimer:)

    Eine Hütte in den Bergen, eine Woche ohne Schnickschnack, nur mit Buch und Kamin?
    Was früher beängstigend war, mutet heute wie der Himmel auf Erden an.
    Aber das Abschalten können, ohne die ständige Angst etwas zu spät zu erledigen – da man ja heute durch die Schnelligkeit der Emails etc. ständig erreichbar sein müsste – das gestaltet sich echt schwierig.

  14. Andreas schreibt:

    „Wovor renne ich weg, kann ich eigentlich wirklich nicht mehr alleine sein?“

    Das frage ich mich auch, wenn ich wieder in Facebook stöbere. Das Handy auf neue Mitteilungen verhöre. Oder im Netz verloren gehe.

    Schön geschrieben 🙂

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